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Dani Felber erhält Rotary Kulturpreis

02. Mai. 2012

AMRISWIL. Der eine ist Autor und Maler, der andere Jazztrompeter, Bandleader und Komponist: Hannes Stricker und Dani Felber erhielten den Kulturpreis des Rotary Clubs Oberthurgau, der die Auszeichnung zum 11. Mal verliehen hat.

«Wir haben mit Hannes Stricker und Dani Felber zwei würdige Preisträger», hielt Hansueli Raggenbass, Präsident des Rotary Clubs Oberthurgau, in seiner Begrüssung fest. Zur Preisverleihung am Samstag war das Publikum zahlreich ins Kulturforum gekommen. «Es freut mich, dass Dani Felber selber die musikalische Umrahmung bestreitet», hatte Raggenbass angekündigt, bevor der Jazztrompeter und zwei seiner Bandmitglieder – Rodrigo Aravena, Bass, und Bernd Hess, Gitarre – mit einem beschwingten Stück die freudige Stimmung im Kulturforum noch verstärkten.

Ein Ehr-Beweis

In seiner Laudatio für Hannes Stricker erzählte der in Amriswil aufgewachsene Hansruedi Fischer, wie sich erstmals ihre Wege kreuzten, damals vor zwanzig Jahren, auf einem Teilstück des Jakobswegs zwischen Einsiedeln und Lausanne in «einer Gruppe fortbildungswürdiger Thurgauer Lehrerinnen und Lehrer». Eine besondere «Ehrenrunde» widmete Fischer dem Preisträger in humorvollen Versen.

Wie André Manz, Präsident der Kulturkommission des Rotary Clubs, erklärte, erhalte Hannes Stricker den Anerkennungspreis als Verfasser von handgeschriebenen und illustrierten Wanderbüchern und als Aquarellmaler. Von der Besonderheit dieser Werke konnten sich die Gäste an der Feier überzeugen. Neben den gedruckten Büchern durften sie in acht handschriftlichen, mit Aquarellen und Fotos bebilderten Originalbüchern blättern. Diese zeichnen die Pilgerreise von Kesswil nach Cap Finsterre auf. Er freue sich, den Preis zusammen mit Dani Felber zu bekommen, doch eigentlich habe er ihn nicht verdient, meinte Hannes Stricker. Er wolle diesen weitergeben an die Musikschulen Romanshorn und Amriswil und an Pro Natura.

Die Menschen erreicht

«Er gilt zu Recht als einer der besten Jazztrompeter, und er erreicht die Menschen mit seiner Musik», würdigte Christof Roell in seiner Ansprache den zweiten Preisträger. Er berichtete von kleinen Erlebnissen und Begebenheiten mit Dani Felber und vermochte damit dessen Persönlichkeit und musikalischen Weg treffend zu schildern. «Du hast das Feuer entfacht, es ist nicht mehr zu löschen», wandte er sich am Schluss seiner Laudatio an Felber. Habe er tatsächlich schon so viel erlebt, geschaffen? Er sei doch erst gerade vierzig geworden, äusserte sich der Geehrte fast ein wenig verwundert, nachdem ihm André Manz den Preis überreicht hatte.

Auf seinem Weg hätte es Höhen und Tiefen gegeben, die Tiefen hätten ihn gestärkt, betonte Dani Felber. Mit einem Strahlen im Gesicht, griff er für einige Stücke und einer Zugabe nochmals zu seinem Flügelhorn und liess mit seinen zwei Mitmusikern die Feier würdig ausklingen.


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